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TransFair

Unabhängig von der Entwicklung in den Weltläden wurde 1993 das TransFair-Siegel zur Kennzeichnung von Produkten aus fairem Handel eingeführt. TransFair - der Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt", handelt nicht mit Produkten, sondern vergibt und kontrolliert ihr Gütesiegel bei der Auswahl der Produzenten und den Bedingungen des Handels.


     Das alte TransFair-Siegel.      Das neue weltweit einheitliche Siegel

Seitdem gibt es fair gehandelte Produkte auch in Supermärkten und Einzelhandelsgeschäften. Neue Produkte erweitern das Angebot: Auch Tee, Honig, Kakao, Schokolade und Bananen sind mit dem TransFair-Siegel erhältlich.

Die niederländische Max-Havelaar-Stiftung hatte den heimischen Dritte-Welt-Handel mit einem neuen Ansatz revolutioniert: Statt mit hohen Kosten geringe Mengen fair gehandelter Produkte auf den Markt zu bringen, wurde 1988 ein Gütesiegel eingeführt, welches kommerziellen Händlern bescheinigte, bestimmte Kriterien wie kostendeckende Mindestpreise und Abnahmebedingungen einzuhalten. Dieser Ansatz war in den Niederlanden sehr erfolgreich und führte zu einer erheblichen Umsatzsteigerung auch im Bereich der Weltläden.

Die Trägergruppen von TransFair decken ein sehr breites politisches Spektrum ab (u.a. Misereor, Brot für die Welt, Deutsche Welthungerhilfe, UNICEF, Terre des hommes). Der Marktanteil beispielsweise von Kaffee (Pedro-Kaffee) liegt mit über 2% um ein Vielfaches höher als der des alternativen Handels.

TransFair kann für sich beanspruchen, durch eine beachtliche Medienpräsenz den Verkauf fair gehandelter Produkte erheblich gesteigert zu haben. Sie verbreiten auch gute Bildungsmaterialien. Die Kriterien von TransFair und dem alternativem Handel der Weltläden unterscheiden sich für die Produzenten nicht erheblich. Allerdings beansprucht TransFair nur diesen Teil der Handelskette für ihre Zwecke. Auch braucht ein Lizenznehmer nur einen geringen Teil seiner Waren versiegeln, so dass nur ein kleiner Teil der Produzenten von dem fairen Handel profitieren.

TransFair finanziert sich u.a. aus der Lizenzgebühr für die Nutzung des Siegels, den Mitgliedsbeiträgen und (meist projektgebundenen) Zuschüssen von Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen.

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